Turniervorbereitungen live erleben
Die Vorbereitungen für die Eröffnung der Grünen Saison am Reit- und Fahrverein Bottrop laufen auf hoch touren, doch was gehört alles dazu?
Wenn man sich überlegt, was man alles für eine Turnierausrichtung benötigt, fällt schnell auf, dass man sehr früh mit den Vorbereitungen beginnen muss. Angefangen mit dem richtigen Termin, was die Grundlage aller weiteren Planungen darstellt. Schnell geht es weiter mit den Rahmenbedingungen wie welche Richter haben an unserem Termin eigentlich Zeit? Und was möchten wir eigentlich unserem Publikum anbieten? Welche Prüfungen sind aktuell beliebt bei den Reiterinnen und Reitern?
Der Reit- und Fahrverein Bottrop hat hierzu glücklicherweise jahrelange Erfahrung und kann somit auf eine gewisse Routine zurückgreifen. So sind die Hauptsponsoren, welche den Verein bei so einem großen Event unterstützen ebenfalls rechtzeitig zu informieren und die Suche nach neuen Sponsoren gehört schon fast zur Tagesaufgabe eines Vereins.
In einer schnelllebigen Welt wie der heutigen muss man sich als Verein ebenfalls die Frage stellen, wie kann ich auf mein Turnier aufmerksam machen, sodass ein breites Publikum angesprochen wird? Der Spagat zwischen sozialen Medien, Presseberichten und weiteren Medien gelingt, bedarf es ebenfalls einer aufwändig und führsorglich betriebenen Pressearbeit. Traditionell wird am Bottroper „rote Pferd“ auch wieder der Werbebanner aufgebaut, sodass auch die Autofahrer im stressigen Berufsverkehr einen Hinweis auf die vielleicht alternative Wochenendplanung erhalten können. So geht es an die Gestaltung von Flyern, welche sowohl auf den sozialen Medienkanälen, als auch in Printversion designt und erstellt werden müssen. Damit ist es jedoch immer noch nicht getan, denn als Verein ist man immer auch auf die Unterstützung seiner Mitglieder angewiesen. Denn alles geplante muss auch in die Tat umgesetzt werden, was bedeutet, dass sich keine Waffel von allein backt und sich auch kein Brötchen von allein belegt. Die Detailplanung wurde dann durch die einzelnen Zuständigkeitsbereiche geplant und ehrenamtliche Helfer gesucht.
Man merkt also schnell, dass es ganz schön viel Arbeit mit sich bringt ein Turnier ausrichten zu wollen.
Der ganze Aufwand hat allerdings auch die Aufmerksamkeit gestreut und das WDR-Fernseh auf die Reitanlage gelockt. Hierzu wurde bei bestem Wetter eine Trainingseinheit der jeweiligen Disziplin begleitet. Neben großartigen Eindrücken und einer wirklich aufregenden Erfahrung für die Vereinsmitglieder konnte auch durch den 1. Vorsitzenden des Vereins ein kurzes Interview gegeben werden. Alle interessierten sollten sich den 08.04.2026 merken, dann wird die Sendung ab 19:30 Uhr in der Lokalzeit Ruhr ausgestrahlt.
Auch das Lokalradio „Radio-Emscher-Lippe“ wird in seinen Sendungen auf das Event hinweisen, ebenso wie die Lokalpresse wie der Stadtspiegel und die WAZ.
Das Ganze ändert allerdings noch nichts an dem Zustand der Reitanlage, auch hier ist bekanntermaßen im Frühling immer viel zu tun, denn der Reit- und Fahrverein möchte seinen Gästen schließlich auch eine großartige Anlage präsentieren. Dementsprechend gibt es vermehrt Arbeitsdienste bei welchen die Blumenbeete bepflanzt, die Reithallen vorbereitet und die notwendigen Instandsetzungen durchgeführt werden.
Es herrscht also ein buntes Treiben auf der gesamten Reitanlage, was sich bis zum Turnier auch nicht mehr ändern wird. Das ist auch auf die noch laufenden Aktionen der Jugendabteilung zurückzuführen, so ist ein eigener Sprung der Jungendabteilung in Ausarbeitung. „Das ist schon etwas Besonderes, wenn man überlegt, dass die Kinder- und Jugendlichen hier die Möglichkeit erhalten einen eigenen turnierkonformen Sprung zu gestalten, zu bauen und auch später zu nutzen“ sagt Uwe Severin, 1. Vorsitzender des Reit- und Fahrverein. Das benötigte Material wurde vom Verein zur Verfügung gestellt, die Arbeitsleistung ist allerdings ausschließlich durch die Jugendabteilung gestellt, wir sind sehr auf das Ergebnis gespannt!
Wenn sich Strafen lohnen
Alle Jahre wieder gibt es die Auszahlungen der Spar-Clubs in den Vereinen, so auch im Reiterstübchen des Reit- und Fahrverein Bottrop. Neben der Auszahlung steht vor allem das gesellige Beisammensein im Vordergrund. Bei leckerem selbst gekochtem Essen und einer großen Auswahl an Getränken kehrte schnell eine gemütliche Stimmung ein. Bei guten Gesprächen und Erzählungen alter Ereignisse am Stall verging der Abend wie im Flug.
Trotzdem waren alle Anwesenden gespannt auf die ersparten Summen, so riefen die Verantwortlichen nach dem Essen zur Ehrung und Auszahlung auf. Als erstes wurde die Sparkönigin gebührend geehrt. Sie konnte die Krone aus dem Jahr 2024 erfolgreich verteidigen. Auch alle anderen Sparerinnen und Sparen freuten sich über eine schöne Sparsumme zum Jahresende.
Doch wie es üblich ist, gibt es auch Strafzahlungen für nicht regelmäßig eingebrachte Sparzahlungen. Doch was macht man nun mit diesem Geld? Für die Anwesenden war schnell klar, wir möchten etwas Gutes tun, nur was?
Schnell kam die Idee das WDR2-Weihnachtswunder zu unterstützen, was auf eine sofortige Zustimmung aller Sparer mit sich brachte. Nun wurde am heutigen Dienstag die Spendensumme von 200€ durch dem 1.Vorsitzenden des Reit- und Fahrverein Bottrop am Glashaus übergeben.
Wir freuen uns sehr mit einer Kleinen Spende Teil von etwas Großem seinen zu dürfen und ein wenig Freude, Hoffnung und Glück miterleben zu dürfen.
Berufsfeuerwehr am Reit- und Fahrverein
Auch Großtierrettung muss gelernt sein
Was macht man wenn es brennt? Zuhause oder im privatem Umfeld sollte jedem klar sein, wie man sich richtig verhält, wie man reagiert und Hilfe leisten kann. Doch was, wenn etwas an einer Reitsportanlage nicht normal läuft. Diese Frage hat sich der Reit- und Fahrverein Bottrop e.V. bereits seit längerem gestellt. Neben den jährlichen Schulungen und Unterweisungen der Mitarbeiter und den allgemeinen Verhaltensregeln am Stall, geht die Frage aber deutlich weiter, je länger man darüber nachdenkt.
So nahm der Reit- und Fahrverein Bottrop die Aufgabe an und stellte sich den Fragen.
Nach vielen internen Gesprächen, Kommentaren, Ideen und Versuchen sollte das ganze jedoch strukturiert ablaufen und so entschied der Vorstand einstimmig, Kontakt zur Feuerwehr der Stadt Bottrop aufzunehmen.
Die Kontaktaufnahme stieß auf Begeisterung seitens der Berufsfeuerwehr Bottrop, sodass umgehend ein erster Termin vereinbart werden konnte. Hierbei wurde dem Ausbildungsleiter Hrn. Lindemanns die Idee und die Hintergründe bei einer umfangreichen Begehung der gesamten Anlage erläutert. Neben den allgemeinen Themen wie, „wo ist der Sammelplatz“ und wie wird die Alarmierung aktiviert, wurde vor allem das Thema Pferd in den Vordergrund gestellt. Der Verein um seinen 1. Vorsitzenden Uwe Severin stellte die Sorgen der Pferdebesitzer und des Vereins dar. „Grundsätzlich sind Pferde als Fluchttiere bekannt, was in einer Notsituation wie Brand oder Räumung in einer Herde zunehmend an Bedeutung gewinnt“. So sollten die Feuerwehrleute im Einsatz den Umgang mit Pferden in Grundzügen erlernen. Genauer bedeutet das nicht das Reiten, sondern Themen wie, wie nähere ich mich einem Pferd, wie öffne ich die unterschiedlichen Boxentüren in einer Stallgasse, wie „halftere“ ich ein Pferd und wie führe ich dieses am Strick aus der Box. Und genau das wurde schnell nach kurzer Terminfindung in die Tat umgesetzt und es wurde am 19.11.2025 der erste Teil der Feuerwehr in Empfang genommen.
Hierbei ging natürlich kein Weg an den Stallgassen vorbei, wo die Feuerwehrleute erste Bekanntschaft mit den vierbeinigen Sportlern machen konnten. Schnell wurde hier sichtbar, dass sich die Tiere ebenfalls wie wir Menschen in ihrer Größe und ihrem Charakter unterscheiden. So machte Schulpferd Benny deutlich mehr Eindruck mit einem Stockmaß von ca 1,75m als die niedliche Arielle mit ihren 1,20m. Das dies in einem Notfall keine Relevanz hat, ist jedem bewusst, trotzdem merkte man eine zurückhaltende Begeisterung bei dem ein oder anderen Anwesenden.
Und dann ging es auch endlich praktisch los, zwei der Schul-pferde wurden gehalftert und aus den Boxen in die große Reithalle geführt. Hier konnten die Feuerwehrleute die Pferde führen und merkten sofort die kraftvolle Eleganz der Vierbeiner. Jeder konnte in Ruhe Fragen stellen, Unsicherheiten ablegen und gemeinsam den ersten Schritt in eine harmonische Zusammenarbeit machen. Nachdem die Übung beendet wurde, trat die Feuerwehr die Rückreise zur Feuerwache an.
Dem aber nicht genug, wurde ein weiterer Termin zum Thema vorbeugender Brandschutz abgestimmt, welcher im Anschluss zu der Praxisübung angesetzt war. Auch hier konnte während einer umfangriechen Begehung der Anlage der ein oder andere Hinweis gegeben und ein Reger Austausch erfolgen.
„Die Aktion hat einen guten Eindruck hinterlassen“, so der 1. Vorsitzende des Reit- und Fahrverein Bottrop und auch seitens der Feuerwehr kam ein positives Feedback. Die Zusammenarbeit wird auf jeden Fall vertieft, so sind sich beide Parteien sicher, es konnten bereits zwei weitere Praxisübungen abgestimmt und terminiert werden.
Weitere Ideen zur Übung mit und am Pferd sind schon in der Ausarbeitung, so kann zum Beispiel der bislang zum Einsatz kommende Dummy der Feuerwehr auf der Anlage in einer lebensrealen Situation eingesetzt und gerettet werden.
Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass die Zusammenarbeit für alle Beteiligten durchweg Positives mit sich bringt. Der erlernte Umgang mit dem Tier ist für den Menschen im Einsatz ebenso wichtig, wie für den Pferdebesitzer, der in der Regel mehr als ein Tier in seinem Pferd sieht. Die nun begonnene Zusammenarbeit wird stetig vertieft und verfestigt.
Es ist erneut zu einem erfolgreichen Tag auf der Reitsportanlage an der Beisenstraße in Bottrop beim Reit- und Fahrverein gekommen. Seit den frühen Morgenstunden am sonntäglichem Turniertag wurde geschaffen, neben den Küchenfeen, welche bereits lange vor dem offiziellen Termin mehr als nur anwesend waren, wurden auch letzte Vorbereitungen auf der Reitanlage getroffen. Neben den Richtern, welche den gesamten Tag durch die Prüfungen führten, wurden auch Frühaufsteher herzlich begrüßt. Bei einer vielfältigen Auswahl frisch belegter Brötchen und heißem Kaffee konnten alle Reiterinnen und Reiter, Zuschauerinnen und Zuschauer in gewohnt heimischer Atmosphäre ankommen.
Gemäß der Zeiteinteilung füllten sich die Ränge auf der hergerichteten Tribüne, ebenso wie die Parkflächen rund um die Anlage. Zuschauer ließen sich von dem herzlichen Empfang aller Beteiligten Helferinnen und Helfer umgehend mitreißen und verbrachten so einen rundum gelungenen Tag neben dem Reitplatz. Da hier natürlich auch die Zuschauer wichtig sind, aber die Reiterinnen und Reiter mit den extra für den Reitertag hergerichteten Pferden den Mittelpunkt einnahmen möchten wir die großartigen Turnierleistungen hervorheben.
Der Tag startete, mit dem bereits am Vortag errichteten Springparcours, sodass hier die Herausforderungen bis zur Mittagspause angenommen wurden. Nach einem kurzen Umbau von Spring- zu Dressurprüfungen inkl. dem vorbereiten der großen und kleinen Reithalle ging es spannend weiter.
Während der Umbaupause wurde den Zuschauern und Sportlern eine üppige Auswahl an selbstgebackenen Kuchen, Grillwürstchen und frisch gebackenen Waffeln angeboten. Begleitet von Gesprächen über das tolle Event, dem schwelgen in Erinnerungen an frühere Turniere auf der Reitanlage bis hin zu Fachgesprächen mit den Richtern, Sportlern und Verantwortlichen des ausrichtenden Vereins wurde die Zeit fast vergessen und die Gäste fanden sich erneut in der großen Halle ein, dieses Mal um an den unterschiedlichen Disziplinen der Dressur anzutreten.
So konnten auch hier die Reiterinnen und Reiter mit Ihren privaten Pferden, sowie die Vereinsmitglieder zum Teil mit Privatpferden aber auch und dies ist besonders hervorzuheben, mit den eigenen Schulpferden und Schulponys teilnehmen. Dies merkte man ohne auf die Uhr zuschauen, da sich die Reitanlage stetig füllte und die Familienmitglieder angefangen von den Eltern, welche Ihre Kinder bei den ersten Prüfungserfahrungen bestaunen wollten, über die Großeltern, welche die Enkelkinder begleiteten bis hin zu Freunden und Verwandten, welche sich die Teilnahme nicht entgehen lassen wollten.
Zusammenfassend hat sich der Reit- und Fahrverein Bottrop e.V. erneut von seiner besten Seite gezeigt. Der Reitertag bedarf umfangreicher Planung, Vorbereitung, Ressourcen, Spenden und einer Vielzahl an ehrenamtlich aktiven, helfenden Händen. Nur so kann ein toller Tag entstehen und auch genossen werden. Der Verein freute sich im persönlichen Gespräch über die große Teilnehmerzahl, die vielen Besucher und bedankt sich in aller Form bei den aktiven Helferinnen und Helfern.
Ein besonderer Dank geht an die beiden Richter, welche den Tag über begleitet, viele glückliche Kinderaugen zum Strahlen gebracht und mit Ihrer tiefsitzenden Fach- und Sachkunde einen unvergesslichen Tag haben stattfinden lassen!
Die Verantwortlichen des Vereins zeigten sich am Abend glücklich und zufrieden mit der erbrachten Leistung, sodass der Reitertag 2025 ein weiteres Event wurde, welches so schnell nicht vergessen wird und Vorfreude bei den Vereinsmitgliedern auf die kommenden Veranstaltungen bringt.